Einweihung des Ellerbecker Windrades im Rahmen des Windfestes

Teewasser für eine ganze Kompanie hätte der Solarkocher am Gemeinschaftsstand des Vereins „Saubere Energie für Bissendorf” und der Bissendorfer Energiegenossenschaft (BiEneG) an diesem heißen, sonnigen Wochenende bereiten können. Trotz dieser optimalen Bedingungen für die Nutzung von Solarenergie galt die Aufmerksamkeit aber hauptsächlich einer anderen Form von alternativer Energie: Mit einem „Windfest” weihte die Planungsgesellschaft EEG (Energie-Expertise GmbH) die neue Windenergieanlage direkt an ihrem Standort in Ellerbeck jetzt offiziell ein. Den Besuchern, unter ihnen auch Bürgermeister Guido Halfter, bot sich die einmalige Gelegenheit, den Star des Fests nicht nur aus nächster Nähe zu bewundern, sie durften sogar einen Blick in das erstaunlich geräumige Innere werfen, wo ein Mitarbeiter der Konstruktionsfirma Nordex ihnen die technischen Details erläuterte.

Für die vor anderthalb Jahren gegründete Bissendorfer Energiegenossenschaft kam das Angebot der EEG, sich nunmehr mit 50% an dem Windrad zu beteiligen, wie gerufen. Ein solches Großprojekt bringt die BiEneG ihrem Ziel, Bissendorf mit in der Gemeinde produzierten erneuerbaren Energien zu versorgen, ein großes Stück näher. Das Ellerbecker Windrad wird Strom für jährlich mehr als 1000 Bissendorfer Haushalte erzeugen. „ Als Bürgergenossenschaft wünschen wir uns natürlich, dass Projekte dieser Art von möglichst vielen Mitbürgern getragen werden, und dass auch ebenso viele davon profitieren“, betont Stefan Heckmann, Vorstandsvorsitzender der BiEneG. Über 150 Mitglieder hat die BiEneG bereits, mehr wären hochwillkommen. „Ende dieses Monats wollen wir die Verträge unterzeichnen“, erklärt er, „ jetzt besteht noch die Chance, sich Anteile zu sichern.“

Das Fest stand ganz im Zeichen der alternativen Energien, und so konnte man sich außerdem über die Möglichkeit der Aufstellung einer Solaranlage für die private Stromerzeugung informieren oder eine Probefahrt in dem kleinen Elektro-Flitzer eines örtlichen Autohauses unternehmen. Muskelkraft war an der beweglichen Kletterwand gefragt, und Erfrischungsstände sorgten für die Erneuerung der körpereigenen Energien.

35 Grad im Schatten – trotzdem wehte eine kräftige Brise, die nicht nur den Schweiß kühlte und die Flyer der beteiligten Vereine und Firmen zum Fliegen brachte, sondern auch zeigte, dass die Wahl des Standorts für die Nutzung von Windkraft hervorragend war – eine gute Investition in die Zukunft, sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch.

Informationen zur BiEneG und die Möglichkeiten einer Beteiligung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.